19.07.2018

Die 10 besten Tipps zur Finanzerziehung für Ihr Kind, bevor es heiratet.

Sie haben Ihrem „Kind“ (das bleibt es ja immer, außerdem muss ich dann hier im Artikel nicht gendern…) so viel gegeben und nun müssen Sie nochmal stark loslassen.


Doch konnten und wollten Sie Ihrem Kind bis jetzt auch schon wirkkräftige Finanz-Tipps mit auf den eigenen Weg geben? Gern unterstütze ich Sie mit meinem Finanzwissen (Certified Financial Planner) und meiner Lebenserfahrung (zwei geschlossene und geschiedene Ehen).


Hier die Übersicht zu den Tipps für innerehelichen Themen:

 

Status quo mit dem Partner: Können wir auch über Geld reden?


Jede Bank muss heute vor der Kreditvergabe die Vermögensverhältnisse per Selbstauskunft klären. Viele Jahre später würde sich ein Scheidungsrichter (und so mancher Ehepartner) über so eine Vermögensaufstellung zum Stichtag der Eheschließung freuen, nur existiert so etwas nur selten. 
Ich wage auch gar nicht, so etwas in extenso zu empfehlen, aber dass Ehepartner erst viel später erfahren, dass massive Schulden existieren, ist eine Hypothek auf das Vertrauenskonto der Beziehung. Besser ist es, vorher reinen Tisch zu machen, die Ursachen zu ergründen und einen Tilgungsplan aufzustellen.


 

Ehevertrag: Je früher, desto einfacher, billiger und ein prima Test, wie die Ehepartner gestrickt sind!

Bitte klären Sie Ihr Kind auf, dass ohne Regelung automatisch die Zugewinngemeinschaft zu Tragen kommt, die vor allem für Freiberufler im Fall einer Trennung wegen des sofort fälligen Zugewinnausgleichs  zu existenziellen Schieflagen führen kann.
Spendieren Sie als Eltern eine Rechtsberatung durch einen Notar oder Rechtsanwalt, um hier nicht ins Fettnäpfchen zu treten.


 

Wie sieht unsere Lebensplanung aus?


Jede Finanzplanung ist eng verwoben mit der Lebensplanung. Jetzt aber nicht mehr nur mit der Lebensplanung von zwei Individuen, sondern mit dem Gemeinsamen, dem Wir. 
Um das zu erfahren, muss der Lebenspartner nicht brachial „auf den Pott gesetzt“ werden, aber die Eheschließung wäre ein passender Anlass, sich gegenseitig die Pläne zu erzählen. 
Jeder gute Finanzberater wird diese Lebensplanung seiner Kundschaft frühzeitig thematisieren, um die finanziellen Konsequenzen aufzeigen zu können.


 

Wissen wir, wie erfolgreiche Entscheidungsfindungen zu finanziellen Themen aussehen?

Objektives Kriterium dafür sind das Anlegen einer liquiden Reserve für Notfälle und der substanzielle Aufbau der privaten Altersvorsorge.
 Subjektives Kriterium dafür ist die Zufriedenheit beider mit ihrer finanziellen Situation und die Zufriedenheit mit dem Umgang des Ehepartners bezüglich Finanzen.


 

Gibt es finanzielle Ziele, die einem oder beiden ein Bedürfnis sind („bucket list“)?



In meinen Beratungen stelle ich oft fest, dass Ehepartner – oft von den Eltern vorgelebt bzw. als „Auftrag“ unbewusst übernommen – gewisse Investitionen (Eigenheim) als Ziel für sich fixiert haben. Wenn dann das Einkommenspotenzial oder die Anschaffungspreise dies (lange) nicht ermöglichen, so tritt Unzufriedenheit und ein Gefühl von Unvollkommenheit auf.
 Hier können Sie als Eltern aktiv viel Erwartungsdruck von Ihrem Kind nehmen.


 

Wie wollen wir mit einer Elternschaft umgehen?


Vielfältige berufliche Karrieremodelle bei einer Elternschaft sind mittlerweile verfügbar. Die finanziellen Auswirkungen sind dabei sehr unterschiedlich und sollten bei der Entscheidung zeitgleich unter den Partnern verhandelt werden. Je nach Sozialisierung wird heute ein fairer Ausgleich des verbleibenden Einkommens für Sparen/Altersvorsorge unter den Partnern für selbstverständlich erachtet.


 

Wer profitiert von den steuerlichen Vorteilen?

Einer/welcher, beide? 
Mit dem Ehegattensplitting, Lohnsteuerklassenwahl und ggfs. doppelter Haushaltsführung tauchen für das junge Paar neue Themen auf. Auch hier können Sie als Eltern eine steuerliche Erstberatung spendieren und zu einer fairen Verteilung von steuerlichen Vorteilen auf die Ehepartner beitragen.


 

Wenn noch nicht geschehen: Wann beginnen wir mit der Altersvorsorge?


Wenn hier zwei Welten bei den Ehepartnern aufeinander prallen, so sollten die beiden diese sehr langfristigen Sparvorgänge abkoppeln und getrennt aufbauen. Auch die Wahl der Sparformen kann unterschiedlich sein, was aber ggfs. zu einer nützlichen Diversifikation der Geldanlage führt.


 

Wie gehen wir mit ggfs. unterschiedlichen Auffassungen von Risiko bei Geldanlagen und Sicherheitsbedürfnis (Liquide Reserve, Versicherungen) um?

Sofern nicht sehr unterschiedliche Auffassungen für zwei getrennte Vermögenssphären sprechen, kann das Alles-in-einen-Topf-Konzept auch zu einer Stärkung des „Wir“ führen. Basis dafür ist aber, dass das Paar über Geld reden kann und nicht mangels Entscheidungen in eine Schockstarre verfällt!


 

Hat das Kinder-Eltern-Gespräch zur Altersversorgung bei beiden Eheschließenden schon stattgefunden?

Nein, dann sollten Sie diesen Artikel lesen.

Konfliktpotenzial können unbeachtete Unterhaltsverpflichtungen sein.

Deshalb bitte klären:

  • Müssen die jeweiligen Eltern im Pflegefall/Ruhestand ggfs. unterstützt werden?
  • Gibt es Geschwister, die nach dem Tod der Eltern von einem der Eheschließenden unterstützt werden müssen/sollen?

 

Fazit
Von den heiratswilligen „Kindern“ können Sie das o.g. Rahmenprogramm mangels Romantikfaktor nur in Ausnahmefällen erwarten. 
Doch Sie als Eltern mögen entscheiden, wie weit Ihr Erziehungs- und Begleitungsauftrag gefasst ist und mal ganz unter uns: Vielleicht hätten Sie selbst auch gerne etwas davon früher gewusst?


Falls Sie als Eltern das Thema eher still und heimlich in die Fürbitten integrieren, als es selbst zu besprechen, so gibt es Hilfestellung auf Honorarberatungsbasis.


Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall eine schöne Hochzeit und eine langjährige Ehe Ihres Kindes!

 

Markus Weywara

Versicherungs- und Finanzmakler sowie Finanzanlagenvermittler bei der BAZ Beratungsgemeinschaft für Ärzte und Zahnärzte GmbH, Geschäftsstelle München.



 

Herr Weywara hat sich nach seinem Studium zum Wirtschaftsingenieur mit zwei Aufbaustudiengängen zum Certified Financial Planner (CFP®) und Certified Foundation and Estate Planner (CFEP®) in der Beratung von Heilberufen und Vermögenden Privatkunden spezialisiert.

 

Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Experten auf:

E-Mail: markus.weywara@baz.de

Tel.: 089/5446220

 

 


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